Der brasilianische Abgeordnete André Janones sagte, er habe nicht vor, unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva Minister zu werden, und werde seine Wähler weiterhin in der Abgeordnetenkammer vertreten. „Ich werde kein Ministeramt annehmen. Das steht fest“, sagte er am Sonntag in einem von TV Globos Sendung Fantástico ausgestrahlten Interview. Der Beitrag handelte von seiner digitalen Kampagnenarbeit während der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl.
Janones sprach auch über den WhatsApp-Kanal „Exército do Lula“, den er eingerichtet hatte, um die Unterstützer des Präsidenten online zu mobilisieren. Der Kanal gewann in den Wochen vor der Stichwahl an Bedeutung und überschritt während des Wahlkampfs laut dem Bericht die Marke von 10 Millionen Followern. Die Teilnehmer erhielten Nachrichten und Videos, in denen sie dazu aufgefordert wurden, Inhalte zu teilen und weitere Personen zum Mitmachen einzuladen. Die Initiative wurde zudem von der Gegenkampagne vor dem Wahlgericht angefochten.
Auf die Frage nach seinen politischen Verbindungen lobte Janones Cleitinho Azevedo, einen Republikaner, der zum Gouverneur von Minas Gerais gewählt wurde. Er beschrieb Azevedo als jemanden, der sich für Versöhnung einsetzen und die ideologische Polarisierung überwinden wolle.
Janones sagte, er plane, in der Partei Rede Sustentabilidade zu bleiben, und verwies dabei auf seine Unabhängigkeit und seine Loyalität zur Partei. Lula hatte dem Abgeordneten während seiner Siegesrede auf der Avenida Paulista in São Paulo für seine Arbeit gedankt, ihn als „General“ bezeichnet und erklärt, die digitale Kommunikation werde in seiner neuen Regierung eine wichtige Rolle spielen.
Janones wurde 2018 für Minas Gerais in die Abgeordnetenkammer gewählt und 2022 sowie 2026 wiedergewählt. 2022 hatte er eine Vorkandidatur für das Präsidentenamt angekündigt, zog sich jedoch zurück, um Lula in der ersten Runde zu unterstützen und sich der digitalen Wahlkampfstrategie des PT-Kandidaten anzuschließen.
Quellen: Folha Poder.