Die Commerzbank meldete für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 859 Millionen Euro. Das waren 45 % mehr als ein Jahr zuvor, lag aber leicht unter der durchschnittlichen Analystenprognose von 864 Millionen Euro. Die Bank teilte mit, dass der Gewinn in den ersten neun Monaten mit 2,7 Milliarden Euro einen Rekord erreicht habe und damit 41 % über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums liege.
Das Institut hielt an seinem Nettogewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro für das Gesamtjahr fest. 2025 hatte der bisherige Rekord bei 2,6 Milliarden Euro gelegen. Auch das Ziel, bis 2030 einen Nettogewinn von 5,9 Milliarden Euro zu erreichen, blieb bestehen. Die Commerzbank senkte jedoch ihre Prognose für den Nettozinsertrag 2026 von 8,6 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro.
Die Bank begründete die Anpassung mit dem zunehmenden Wettbewerb um Einlagen. Ihr Nettozinsertrag stieg im dritten Quartal im Jahresvergleich um 3,5 %, in den ersten neun Monaten jedoch nur um 0,7 % auf 6,2 Milliarden Euro. Der Artikel verweist auf neue Sparangebote von Chase, der Banking-App von J.P. Morgan in Deutschland, sowie auf den Wettbewerb durch Crédit Agricole und BBVA.
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp sagte, die Geschäftsentwicklung der Bank zeige ihr Potenzial. Zu UniCredit, die mehr als 30 % der Commerzbank-Aktien hält, sagte Orlopp, die beiden Banken könnten durch die Nutzung ihrer jeweiligen Stärken Werte schaffen. Dem Artikel zufolge wurden weitere behördliche Genehmigungen für den geplanten Schritt von UniCredit im vierten Quartal 2026 erwartet.
In den ersten neun Monaten belief sich der Umsatz auf 9,7 Milliarden Euro und lag damit 7,6 % über dem Vorjahreswert. Die Risikovorsorge für Kreditausfälle summierte sich auf 554 Millionen Euro, verglichen mit 515 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2025. Der Anteil notleidender Kredite stieg von 1,1 % auf 1,2 %.
Der Bericht sagte außerdem, eine Fusion mit UniCredit könnte das internationale Firmenkundengeschäft der Commerzbank beeinflussen, insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Asien, wo die Banken unterschiedliche Strategien verfolgen. UniCredit konzentrierte sich auf Mittel- und Osteuropa, während die Auslandsaktivitäten der Commerzbank im Fall eines Zusammenschlusses möglicherweise gekürzt werden könnten.
Quellen: FAZ.
