Mireille Mathieu, die französische Sängerin, die als „Spatz von Avignon“ bekannt ist, befindet sich auf Abschiedstournee und soll am Montag in Frankfurt auftreten. In mehr als sechs Jahrzehnten hat sie rund 190 Millionen Tonträger verkauft und etwa 1.200 Lieder in 11 Sprachen aufgenommen. In bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, trat sie im ostdeutschen Fernsehen, im ZDF, in den Vereinigten Staaten, in China und auf dem Roten Platz auf. In diesem Jahr wurde sie 80.

Die deutsch-iranische Schriftstellerin Shida Bazyar, geboren 1988, wuchs in Hermeskeil im Hunsrück auf und nutzte die Stadt als Vorbild für „Heimesbach“ in ihrem Roman „Die Lücken“. Das Buch befasst sich mit der NS-Vergangenheit und dem Alltag in einem einstigen „Modellort“ der NS-Zeit. In diesem Jahr erhielt sie den Bayerischen Buchpreis und den Deutschen Buchpreis; am Samstag soll der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis hinzukommen. Die Einwohner von Hermeskeil erinnern sich an sie als ein Kind, das das Lesen liebte, und sagen, sie seien stolz auf die vielfach ausgezeichnete Autorin.

Die Bürgermeisterwahl in Washington findet am Dienstag zeitgleich mit den US-Zwischenwahlen statt. Nach drei Amtszeiten tritt die Demokratin Muriel Bowser nicht erneut an. Janeese Lewis George, eine 38-jährige Anwältin und Demokratin, gilt als Favoritin. Sie verspricht bezahlbaren Wohnraum, gute Arbeitsplätze, Kinderbetreuung und eine sicherere Stadt. Präsident Trump hat sie als „Kommunistin“ bezeichnet und im Voraus damit gedroht, Washington „zurückzuerobern“.

Am Mittwoch sind es genau 25 Jahre seit der Weltpremiere des ersten Harry-Potter-Films in London. Eine HBO-Serie soll die Geschichte fortsetzen; ihre erste Staffel soll am 25. Dezember 2026 starten und möglicherweise eine neue Generation von Fans gewinnen. Für die Autorin Joanne K. Rowling waren die 25 Jahre seit dem Film – oder fast 30 seit dem ersten Buch – von Höhen und Tiefen geprägt. Ihre öffentliche Haltung zu den Rechten transgeschlechtlicher Menschen hat einen Schatten auf die Reihe geworfen, und seitdem begleiten Boykottaufrufe sie. Die Quelle besagt, dass die Zeit hier keine Wunden heilt, sondern die Debatte vertieft.

Am 3. November 1956 strahlte der Bayerische Rundfunk Deutschlands ersten Fernsehwerbespot aus, einen 55-sekündigen Schwarzweißfilm mit dem Titel „Mahlzeit“ für die Marke Persil von Henkel. In dem Spot verschüttet Beppo Brem als „Ehemann“ Essen in einem Restaurant, Liesl Karlstadt als seine „Ehefrau“ schimpft mit ihm, und der Gastwirt bleibt entspannt, weil Persil verfügbar ist. Werbefachleute von heute beschreiben den Spot als modern in seiner Herangehensweise; er setze auf Storytelling und Testimonials – Techniken, die die Branche noch immer verwendet.

Quellen: FAZ.