In einer Meinungskolumne argumentiert Mafalda Anjos, dass Mut neben Eigenschaften wie Weitblick, Intelligenz und Eloquenz eine entscheidende Führungsqualität sei. Mut bedeute nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Entscheidung, ihr zu widerstehen oder trotz ihr zu handeln, insbesondere in schwierigen Momenten.
Anjos führt Ulysses Guimarães, Humberto Delgado, Nelson Mandela, Salvador Allende und Alexei Navalny als Beispiele für politische Persönlichkeiten an, die trotz Gefahr, Bestrafung oder drohendem Tod zu ihren Überzeugungen standen. Sie stellt deren Handeln als Beleg für Charakter und moralische Stärke dar.
Die Kolumne stellt Flávio Bolsonaro ans entgegengesetzte Ende dieser Skala. Anjos wirft ihm vor, ein Putschist und Verräter zu sein, und sagt, er habe sich entschieden zu fliehen, statt sich der Justiz seines Landes zu stellen. Sie merkt an, dass Korruption nicht bewiesen worden sei, argumentiert aber, dass Feigheit seinen Ruf prägen werde.
Quellen: Folha Poder.