Am Montag wurden nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes bei einem russischen Angriff auf eine Schule in Komyschuwacha nahe der Frontlinie in der ukrainischen Region Saporischschja mindestens 24 Menschen getötet. Das Gebäude wurde zur Ausgabe humanitärer Hilfe an Zivilisten genutzt, als es von rund zehn Fliegerbomben getroffen wurde.

Unter den Toten befinden sich zwei Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und vier Polizeibeamte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zunächst 18 Todesopfer gemeldet, doch die Zahl wurde im Verlauf der Rettungsarbeiten nach oben korrigiert.

Selenskyj sagte, einige der Bomben hätten einen Schutzraum getroffen, in den sich Menschen nach dem ersten Einschlag geflüchtet hatten. In einem Beitrag in den sozialen Medien verurteilte er den Angriff und erklärte, die russischen Streitkräfte hätten gewusst, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner dort jede Woche humanitäre Hilfe erhielten.

Mychajlo Semikin, Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, sagte, viele Menschen würden vermisst. Such- und Rettungsteams arbeiteten weiter am Ort des Geschehens, um Überlebende und mögliche Opfer zu finden.

Selenskyj bezeichnete den Angriff als weiteren Beleg dafür, dass Russland keine Deeskalation anstrebe. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, entschlossen auf den Angriff zu reagieren.

Quellen: elDiario.es.