Donald Trump sagte am Montag, er erwäge nach den US-Zwischenwahlen keinen Angriff auf Iran. Vor Journalisten in Washington sagte er außerdem, er glaube, Teheran wolle eine Einigung und ein Abkommen könne zustande kommen.

Die Äußerungen erfolgten, während Trump und Vizepräsident J.D. Vance Optimismus darüber äußerten, den mittlerweile mehr als acht Monate andauernden Krieg zu beenden. Trump schrieb auf Truth Social, ein Friedensabkommen „könnte zustande kommen“, und sagte, die Ölpreise fielen stark. Das Wall Street Journal berichtete, die Vereinigten Staaten hätten Irans Insel Qeschm angegriffen, doch der Liveblog enthielt keine weiteren Einzelheiten zu dem gemeldeten Angriff.

Trump brachte außerdem die Möglichkeit von Angriffen auf weitere iranische Ziele zur Sprache und erwähnte den Berg Kolang, auch als Pickaxe Mountain bekannt, unter dem sich vermutlich eine iranische Nuklearanlage befindet. Er sagte, die Vereinigten Staaten hätten es nicht eilig, weitere Angriffe durchzuführen, und die Gespräche verliefen gut, bezeichnete Iran jedoch als unzuverlässig. Außenminister Marco Rubio sagte, Trump habe noch nicht entschieden, ob die Militäroperationen wieder aufgenommen werden sollten, und Washington sei weiterhin für eine diplomatische Lösung offen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte, derzeit sei kein Treffen mit US-Vertretern geplant. Er bestätigte, dass Irans Führung eine Botschaft von Vance erhalten habe, und sagte, sie sei bei Gesprächen auf hoher Ebene geprüft worden. Araghchi bezeichnete den Versuch der USA, einen Dialog aufzunehmen, als positiven Schritt und warnte zugleich, ein Versuch, Zwietracht zu säen, wäre ein weiterer amerikanischer Fehler.

Der Liveblog berichtete außerdem über die Warnmeldung einer britischen Behörde zu einem Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus sowie über eine separate Meldung, wonach ein weiterer Tanker im Persischen Golf angegriffen worden sei. Laut dem Bericht kommt es seit Kriegsbeginn weiterhin zu Zwischenfällen in der Straße und in der weiteren Golfregion.

Im Westjordanland sagte der Gouverneur von Hebron, die israelischen Streitkräfte hätten sich aus dem Gebiet zurückgezogen und die palästinensischen Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle übernommen. Er sagte, etwa 3.300 Menschen, die während der Operation vertrieben worden waren, könnten nach Hause zurückkehren, obwohl viele Häuser weitgehend zerstört worden seien. Die israelische Operation folgte auf einen Angriff, bei dem zwei israelische Soldaten getötet und drei verletzt wurden; auch die beiden mutmaßlichen palästinensischen Angreifer wurden getötet, heißt es in dem Bericht.

Pakistan äußerte vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der diplomatischen Bemühungen. Ein Sprecher des Militärs verwies darauf, dass der Chefunterhändler des Landes wiederholt Teheran besucht habe, und bezeichnete dies als positives Zeichen. Auch Katar bemüht sich um eine Verringerung der Spannungen und legte kürzlich einen neuen Vorschlag zur Lösung des Konflikts vor.

Quellen: FAZ.