Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Jemen sagt, die UN sei weiterhin bereit, Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien des Landes, einschließlich der Houthis, zu unterstützen. Die derzeitige kriegsähnliche Lage habe den Spielraum für Gespräche jedoch stark eingeengt. Letztlich hänge der Fortschritt von der Verhandlungsbereitschaft der Parteien ab.
Der Gesandte sagte, er stehe mit der jemenitischen Regierung, den Houthis und regionalen Partnern, darunter Saudi-Arabien, in Kontakt. Das Vertrauen sei auf einen Tiefpunkt gesunken, was die Suche nach Lösungen beeinträchtige, obwohl die Vermittlungsarbeit fortgesetzt werde.
Er merkte an, dass am Konflikt in Jemen mehr als zwei Seiten beteiligt seien: Andere Akteure hätten eigene Interessen, während auch Spaltungen innerhalb der Parteien die Vermittlung behindern könnten. Langfristige Stabilität aufzubauen sei vor allem Aufgabe der Jemeniten, sagte er, auch wenn regionale und internationale Akteure dabei helfen könnten. Eine Einigung unter diesen externen Akteuren würde diese Arbeit erleichtern.
Der Gesandte hat sich auch mit Ländern außerhalb der Region ausgetauscht, darunter Russland, die Vereinigten Staaten und Iran. Er sagte, die Lage im Zusammenhang mit Iran bringe besondere Schwierigkeiten mit sich und die Bedingungen seien nicht mehr wie zuvor.
Er begrüßte das Engagement Deutschlands und bezeichnete dessen Mitwirkung über bilaterale Kanäle und als Mitglied der Europäischen Union als wertvoll. Zudem sagte er, die internationale Gemeinschaft solle ihr Bekenntnis zum Völkerrecht bekräftigen, insbesondere zum Seerecht und zur Sicherheit der internationalen Schifffahrt.
Der Gesandte forderte die UN-Mitgliedstaaten auf, die Grundsätze der maritimen Sicherheit zu bekräftigen und zu prüfen, wie Herausforderungen im Roten Meer, in der Straße von Hormus und andernorts bewältigt werden können. Die Beteiligung großer Mächte wie China und der Vereinigten Staaten wäre ein positiver Schritt, sagte er, fügte jedoch hinzu, dass auch gemeinsame Ansätze zur Durchsetzung der Regeln erforderlich seien.
Quellen: FAZ.