Gewerkschaften und soziale Organisationen aus sieben Ländern trafen sich am Dienstag in Paris, um Proteste in ganz Europa zu koordinieren. Ihre gemeinsame Erklärung ruft angesichts jüngster Proteste in mehreren europäischen Städten und geplanter Streiks in einer Reihe von Ländern zu Großdemonstrationen am 20., 21. und 22. November auf.
An dem Treffen nahmen Mieter*innengewerkschaften, Gruppen für Wohnrechte, Gewerkschaften und Umweltorganisationen aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Griechenland, Portugal, Italien und Spanien teil. Die Organisator*innen erklärten, sie wollten den bestehenden nationalen Streiks und Protesten eine europäische Dimension verleihen.
Carme Arcarazo, Sprecherin der spanischen Konföderation der Mieter*innengewerkschaften und eine der Organisator*innen des Treffens, sagte, Wohnraum, niedrigere Preise, höhere Löhne und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung seien in vielen Ländern zentrale Anliegen. Der Aufruf wird außerdem von der Koordination der Gelbwesten in Frankreich, der Union Syndicale Lycéenne sowie den Gewerkschaften CGT und Solidaires unterstützt.
Die Erklärung schlägt ein gemeinsames Programm vor, das die Gewährleistung des Rechts auf Wohnen, Maßnahmen zur Eindämmung der Kosten für Wohnraum, Lebensmittel und Energie, höhere Löhne und Renten, allgemeine hochwertige öffentliche Dienstleistungen, Zugang zu Arbeit und einem legalen Aufenthaltsstatus ohne rassistische Barrieren sowie höhere Steuern auf Spitzeneinkommen umfasst. Die Gruppen warnten zudem vor einer möglichen Rückkehr zu Sparpolitik im Zusammenhang mit Anforderungen an die Staatsverschuldung und Ausgaben für die Rüstungsindustrie und forderten ein Ende der Wiederaufrüstung und der Nutzung fossiler Brennstoffe.
Die Organisationen erklärten, die Proteste sollten gemeinsam auf Probleme reagieren, die sich von Land zu Land unterscheiden, aber gemeinsame Ziele haben. Außerdem berichteten sie von laufenden Gesprächen mit Studierendenorganisationen und anderen sozialen Bewegungen, um die Beteiligung in ganz Europa auszuweiten.
Quellen: elDiario.es.