Niko Ilicevic feierte sein Debüt für Eintracht Frankfurt, indem er sich schnell den Spielball sicherte, sein Handy hervorholte und damit im Mittelkreis posierte. Anschließend gesellte er sich zu seinen Teamkollegen vor die Frankfurter Fans, nachdem er seiner Mannschaft am Sonntagabend zu einem 3:1-Sieg gegen Hamburg verholfen hatte.

Mit seinem Einsatz wurde Ilicevic zum jüngsten Spieler in der Geschichte der Bundesliga. Er wurde in der dritten Minute der Nachspielzeit eingewechselt, als Frankfurt mit zwei Toren führte. Trainer Adi Hütter sagte, die Situation sei genau die gewesen, auf die er gehofft hatte, und lobte den Einfluss des Teenagers während seiner sechs oder sieben Minuten auf dem Platz. Dabei erklärte er, Ilicevic habe mehr gezeigt, als vernünftigerweise zu erwarten gewesen sei.

Ilicevic feierte am Samstag seinen 16. Geburtstag und war damit genauso alt wie Youssoufa Moukoko bei dessen Bundesliga-Debüt 2020 für den ehemaligen Dortmunder Verein. Moukoko hatte den Rekord als jüngster Spieler in Deutschlands höchster Spielklasse zuvor allein gehalten.

Trotz des historischen Debüts bemüht sich Frankfurt, die Erwartungen unter Kontrolle zu halten. Torhüter Noah Atubolu bezeichnete Ilicevic als außergewöhnlich talentiert, sagte aber, der Verein solle ihn nicht übermäßig unter Druck setzen, weil er Zeit für seine Entwicklung brauche.

Auch Hütter sagte, Frankfurt werde vorsichtig mit dem Spieler umgehen. Er fügte hinzu, dass Ilicevic auch für die U21-Mannschaft spielen werde, und argumentierte, dass es ihm nicht zugutekommen würde, ausschließlich kurze Einsätze in der ersten Mannschaft zu absolvieren.

Geschäftsführer Axel Hellmann rief ebenfalls zu Zurückhaltung auf. Er sagte, der Verein trage eine besondere Verantwortung und übermäßiger Hype würde einem 16-jährigen Spieler nicht helfen.

Quellen: FAZ.