Eine Umfrage, der zufolge die Alternative für Deutschland (AfD) 42 % der Stimmen der 18- bis 29-jährigen Bayern erhalten würde, wurde durch eine spätere Analyse des Meinungsforschungsinstituts Forsa infrage gestellt. Die ursprüngliche Schätzung, die im September und Oktober von der Augsburger Allgemeinen veröffentlicht wurde, stammte von Civey und basierte auf registrierten und verifizierten Internetnutzern beziehungsweise auf einer Stichprobe, die als 5.000 repräsentativ für die Bevölkerung Bayerns ausgewählte Personen beschrieben wurde.
Forsa stellte fest, dass die AfD bundesweit nicht die beliebteste Partei unter den Wählern unter 30 Jahren war. Würde jetzt eine Bundestagswahl stattfinden, erhielte Die Linke 26 % ihrer Stimmen und läge damit vor der AfD mit 23 %. Die Grünen kämen auf 16 %, die Sozialdemokraten auf 10 % und CDU/CSU auf 9 %.
Auch die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 in Bayern wichen von Civeys Schätzung ab: 21,5 % der Wähler im Alter von 18 bis 24 Jahren entschieden sich für Die Linke, verglichen mit 18,1 % für die AfD. Im ursprünglichen Bericht werden AfD-Ergebnisse unter jungen Wählern von bis zu 44 % in Sachsen-Anhalt und 37 % in Mecklenburg-Vorpommern genannt.
Die Zahlen ändern nichts an der Herausforderung, vor der Deutschlands etablierte demokratische Parteien stehen. Dem Bericht zufolge wenden sich jüngere Wähler sowohl der Linken als auch der AfD zu. Parteien, die in dieser Altersgruppe nur rund 9 % oder 10 % erreichen, laufen demnach Gefahr, vorerst eine ganze Generation von Wählern zu verlieren.
Quellen: FAZ.
