Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, der Ausgang der US-Wahl könne der Ukraine helfen, und äußerte die Hoffnung auf mehr Unterstützung aus den USA. Die Äußerungen kamen zu einem Zeitpunkt, an dem Vertreter der Ukraine und Russlands im Weißen Haus die US-First Lady Melania Trump treffen sollten, um über eine begrenzte Waffenruhe in der südukrainischen Stadt Oleschky zu sprechen.
Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez sagte auf Facebook, er sei zu wichtigen Gesprächen nach Washington unterwegs, und fragte, welche Botschaft die Menschen ihn Melania Trump übermitteln lassen wollten. Russische Regierungsvertreter kündigten ebenfalls an, dass der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew und Russlands Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa teilnehmen würden, vorbehaltlich logistischer Vereinbarungen. Trumps Büro teilte mit, sie werde um 11 Uhr Ortszeit sprechen.
Selenskyj verlieh Trump den Orden der Fürstin Olga 1. Klasse und würdigte damit ihren persönlichen Beitrag zur humanitären Hilfe für die Ukraine sowie ihren Einsatz für Menschenrechte und wohltätige Zwecke. In dem ukrainischen Erlass wurde auch ihre Unterstützung für ukrainische Kinder gewürdigt, insbesondere für jene, die aus den von Russland besetzten Gebieten verschleppt wurden.
Das Weiße Haus und Vertreter beider Länder schrieben Trump zu, dabei geholfen zu haben, eine sechstägige lokale Waffenruhe in Oleschky zu erreichen. Bei einer gemeinsamen Evakuierungsaktion in der vergangenen Woche konnten Menschen die beschädigte Stadt entweder in Richtung Ukraine oder Russland verlassen; außerdem wurden humanitäre Hilfsgüter geliefert. Die Quelle bezeichnet sie als die längste lokale Waffenruhe seit Beginn des Krieges.
Selenskyj sagte, die Verhandlungen müssten mit vollem Einsatz geführt werden, um den Krieg so bald wie möglich zu beenden. Er fügte hinzu, die Ukraine sei bereit, die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Quellen: FAZ.