Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird während eines unangekündigten Besuchs in Berlin in der deutschen Bundeskanzlei erwartet, wie aus einem Live-Bericht über den Krieg in der Ukraine hervorging. Der Bericht enthielt keine weiteren Einzelheiten zu dem Besuch.

Hunderttausende Haushalte in der Ukraine sind ohne Strom. In der südlichen Region Odesa kam es nach einem Angriff, bei dem eine Anlage des privaten Energieunternehmens DTEK schwer beschädigt wurde, zu Notstromabschaltungen. Das Unternehmen teilte mit, der Standort sei in den vergangenen zwei Monaten wiederholt angegriffen worden und die Reparaturen würden voraussichtlich lange dauern.

In Charkiw wurden bei einem Angriff auf ein Krankenhaus mehr als 60 Menschen verletzt, wie aus dem Bericht hervorging. Bürgermeister Ihor Terechow sagte, Explosionen hätten rund 1.000 Fenster im Krankenhaus und in nahegelegenen Wohnhäusern beschädigt. Er hatte erklärt, die Stadt werde mit ballistischen Raketen und Gleitbomben angegriffen.

Die Zahl der Todesopfer eines russischen Angriffs in Komyschuwacha in der Region Saporischschja stieg auf 29, teilte der Leiter der Regionalverwaltung, Mychajlo Semikin, mit. Fünf Menschen wurden verletzt, und 48 galten weiterhin als vermisst, während die Such- und Rettungsarbeiten fortgesetzt wurden. Selenskyj sagte, der Angriff habe eine Schule getroffen, die für humanitäre Zwecke genutzt wurde.

Der Bericht meldete außerdem, dass eine multinationale Ukraine-Truppe ihre erste Übung in Polen abgehalten habe. Ihre Stationierung hängt von einer Einigung mit Russland über einen Waffenstillstand ab. Vorausgegangen war eine im Laufe des Jahres von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Selenskyj und dem damaligen britischen Premierminister Keir Starmer unterzeichnete Absichtserklärung.

Quellen: FAZ.