Óscar Puente kündigte am späten Dienstag seinen Rücktritt als Verkehrsminister an, nachdem er vor den Abgeordneten im Abgeordnetenhaus gesprochen hatte. Außerdem erklärte er, bei den bevorstehenden Wahlen nicht die Liste des PSOE für Valladolid anzuführen und damit seine politische Laufbahn zu beenden, wie aus dem Bericht über seine Ankündigung hervorgeht.

Puente hatte nach der Sitzung des Ministerrats eine Pressekonferenz gegeben und bei seinem Auftritt vor der Ständigen Deputation des Abgeordnetenhauses zunächst eine Erklärung abgegeben, ohne anzudeuten, dass er zurücktreten wolle. Seine Entscheidung verkündete er am Ende seiner Antwort an die Fraktionen, etwa vier Stunden später. Kurz zuvor hatte er Ministerpräsident Pedro Sánchez eine Textnachricht geschickt.

Er sagte, er habe die Entscheidung „in den ersten Minuten der Tragödie“ getroffen, und bezeichnete sie als Frage politischer Verantwortung. Die Regierung hatte zuvor erklärt, Puente habe seinen Rücktritt angeboten, Sánchez habe ihn jedoch nicht angenommen. Bei der Bekanntgabe seines Rücktritts nannte Puente ihn „eine gute Entscheidung für das Land“ und sagte: „Es stimmt nicht, dass wir alle gleich sind.“

Der Artikel beschreibt den Rücktritt als einen Schritt, der verhindern könnte, dass das Zugunglück den Wahlkampf des PSOE dominiert. Er merkt an, dass Puentes Anwesenheit – er war wegen des Unfalls in die Kritik geraten – ab Beginn des Wahlkampfs am 13. November anhaltende Aufmerksamkeit politischer Parteien und der Medien hätte auf sich ziehen können.

Im Parlament forderten mehrere Parteien Puente zum Rücktritt auf. Ester Muñoz von der PP sagte, sein Rücktritt komme zu spät, während Verónica Martínez von Sumar ihn aufforderte, „mit Respekt“ zurückzutreten. Auch Mikel Legarda von der PNV verlangte seinen Rücktritt und verwies auf das nationale Trauma und den Imageschaden für das Land. Mertxe Aizpurua von EH Bildu hinterfragte den Schwerpunkt auf den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes, während Esquerra und EH Bildu seinen Rücktritt nicht forderten.

Puente verteidigte außerdem seinen Umgang mit Informationen über den Unfall und reagierte auf die Kritik, er habe einen Eisenbahner herausgestellt. Er sagte, er habe den Ablauf der Ereignisse erläutert, sobald ihm die verfügbaren Informationen vorgelegen hätten, und fragte, ob die Alternative darin bestanden hätte, sie zu verschweigen, zu verschleiern oder zu erfinden. Am selben Tag hatte er zuvor neue Sicherheitsmaßnahmen für das Schienennetz vorgestellt.

Quellen: elDiario.es.